Abklärung und Behandlung von Beschwerden durch die Menopause
Was ist die Menopause?
Die Menopause bezeichnet das Ende der Menstruationsblutung, das durch die nachlassende Hormonproduktion der Eierstöcke verursacht wird. Sie tritt im Durchschnitt zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auf. Der Hormonmangel führt zu vielfältigen Beschwerden, die kurzfristig das Wohlbefinden und langfristig die Gesundheit beeinträchtigen können.
Symptome der Menopause
- Schlafmangel: Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen.
- Hitzewallungen und Schweissausbrüche: Plötzliche Wärmegefühle und starkes Schwitzen.
- Antriebsmangel und Reizbarkeit: Stimmungsschwankungen und emotionale Veränderungen.
- Gewichtszunahme und Haarausfall: Veränderungen des Stoffwechsels und der Haarstruktur.
- Verminderte vaginale Feuchtigkeit: Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und vermehrte Infektionen.
- Langfristige Beschwerden: Beckenbodenschwäche, Blasenschwäche, Knochenabbau (Osteoporose).
Phasen der Menopause
1. Prämenopause
- Beginn ca. ab dem 40. Lebensjahr.
- Zyklusverkürzung und später -verlängerung durch abnehmende Progesteronproduktion.
- Symptome ähneln häufig einem prämenstruellen Syndrom (PMS).
2. Perimenopause

- Phase ein bis zwei Jahre vor und nach der Menopause.
- Eizellreifung und Eisprung treten seltener auf, bis sie ganz aufhören.
- Zyklusstörungen und erste Symptome wie Hitzewallungen und Schlafmangel treten verstärkt auf.
3. Postmenopause
- Beginnt ein bis zwei Jahre nach der letzten Menstruation.
- Östrogenproduktion kommt nahezu vollständig zum Erliegen.
- Langfristige Veränderungen wie Osteoporose und Blasenschwäche treten auf.
Diagnostik
- Hormonstatus: Blutuntersuchungen zur Bestimmung von Östrogen, Progesteron, FSH und LH.
- Knochendichtemessung: Früherkennung von Osteoporose.
- Gynäkologische Untersuchung: Beurteilung von Schleimhaut, Beckenboden und Blase.
Behandlungsmöglichkeiten
1. Hormontherapie (HRT)
- Systemisch: Östrogen- und/oder Progesteronpräparate zur Linderung akuter Beschwerden.
- Lokal: Cremes oder Zäpfchen zur Behandlung vaginaler Trockenheit.
2. Alternative Therapien
- Phytoöstrogene (pflanzliche Hormone).
- Ernährung: Kalzium- und Vitamin-D-reiche Kost zur Unterstützung der Knochengesundheit.
3. Prävention und Unterstützung
- Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt die Knochen und verbessert die Stimmung.
- Sonnenschutz: Vermeidung von UV-bedingtem Hautabbau.
- Entspannungsmethoden: Yoga oder Meditation zur Linderung von Stresssymptomen.
Fazit
Die Menopause ist eine natürliche Lebensphase, die jedoch mit verschiedenen Beschwerden verbunden sein kann. Eine frühzeitige Diagnostik und individuell abgestimmte Therapie helfen, diese Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Vereinbaren Sie einen Termin zur persönlichen Beratung!
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