Was ist eine Hyposensibilisierung (ASIT)?
Die Hyposensibilisierung ist eine wissenschaftlich fundierte Methode zur Behandlung von Allergien. Sie reduziert die Empfindlichkeit des Immunsystems gegenüber spezifischen Allergenen und beugt so langfristig der Verschlimmerung von Allergiesymptomen vor.
Ablauf der Hyposensibilisierung

1. Diagnose
Der Prozess beginnt mit einer umfassenden Diagnose beim Allergologen:
- Hauttests: Aufbringen oder Einstechen von Allergenen in die Haut.
- Bluttests: Messung spezifischer Antikörper (IgE) gegen Allergene.
2. Individueller Therapieplan
Nach der Identifikation der Allergene erstellt der Allergologe einen personalisierten Behandlungsplan, der auf die spezifischen Allergien des Patienten abgestimmt ist.
3. Durchführung der Therapie
Es gibt zwei Formen der Hyposensibilisierung:
- Subkutane Immuntherapie (SCIT): Regelmäßige Injektionen des Allergens unter die Haut.
- Sublinguale Immuntherapie (SLIT): Einnahme des Allergens als Tropfen oder Tabletten unter die Zunge.
Phasen der Hyposensibilisierung
1. Anfangsphase:
- Dauer: Mehrere Wochen bis Monate.
- Ziel: Allmähliche Erhöhung der Allergen-Dosis, um das Immunsystem langsam an das Allergen zu gewöhnen.
2. Erhaltungsphase:
- Dauer: 3 Jahre.
- Ziel: Regelmäßige Verabreichung einer konstanten Allergen-Dosis zur Stabilisierung des Immunsystems.
Wirksamkeit der Hyposensibilisierung
Die Hyposensibilisierung hat sich als besonders effektiv erwiesen bei:
- Pollenallergien (Heuschnupfen): Reduziert saisonale Beschwerden wie Schnupfen, Niesen und tränende Augen.
- Hausstaubmilbenallergien: Lindert Symptome wie chronische verstopfte Nase oder Asthma.
- Insektengiftallergien: Verringert das Risiko schwerer allergischer Reaktionen wie eines anaphylaktischen Schocks.
Vorteile der Hyposensibilisierung
- Langfristige Symptomreduktion: Verbesserte Lebensqualität durch weniger Beschwerden.
- Reduzierter Medikamentenbedarf: Weniger Einsatz von Antihistaminika und Kortisonpräparaten.
- Prävention von Folgeerkrankungen: Vermindertes Risiko für allergisches Asthma.
Sicherheit der Therapie
Die Hyposensibilisierung ist eine sichere Methode, wenn sie unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt wird. Gelegentlich treten lokale Reaktionen wie Rötungen oder Schwellungen auf. Schwere Nebenwirkungen wie anaphylaktische Reaktionen sind äußerst selten und treten meist nur in den frühen Phasen auf.
Langfristige Allergiebehandlung mit Immuntherapie in Zürich und Feuerthalen.