Was ist Hyperhidrose?
Hyperhidrose bezeichnet eine übermässige Schweissproduktion, die weit über die für die Temperaturregulation notwendige Menge hinausgeht. Diese Störung kann lokalisiert (z. B. an Achseln, Händen oder Füssen) oder generalisiert auftreten.
Ursachen von Hyperhidrose
Primäre Hyperhidrose:

- Keine erkennbare Ursache (idiopathisch).
- Oft genetische Veranlagung.
Sekundäre Hyperhidrose:
- Ursachen wie hormonelle Veränderungen (Wechseljahre), Übergewicht, Diabetes, Infektionen oder neurologische Erkrankungen.
Diagnose von Hyperhidrose
- Jod-Stärke-Test (Minor-Test): Farbtest zur Lokalisierung der Schweissproduktion.
- Gravimetrie: Messung der Schweissmenge in einem definierten Zeitraum.
Therapiemöglichkeiten
Konservative Behandlungen:
- Antitranspirante: Aluminiumchlorid zur Reduzierung der Schweissdrüsenaktivität.
- Botulotoxin (Botulinumtherapie):
- Injektionen mit einem speziellen Neurotoxin blockieren die Schweissproduktion für bis zu 12 Monate.
- Besonders wirksam bei übermässigem Schwitzen an Achseln, Händen und Füssen.
- Iontophorese: Schwacher Gleichstrom reduziert die Schweissbildung.
Operative Methoden:
- Schweissdrüsenabsaugung (Saugkürettage): Mechanische Entfernung der Schweissdrüsen in den Achseln.
- Sympathektomie: Endoskopische Durchtrennung der Nerven, die die Schweissdrüsen steuern.
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